Dies ist kein Abschied, denn ich war nie Willkommen.

 

Hektisch  packte ich,   stopfte  wild bunte Kleiderfetzen    in meine Tasche und versu-

chte währenddessen ein Schluchzen zu unterdrücken... Ja, ich wusste welche Folgen

meine    Taten haben würden.  Für  meine Schwester.  Ich  überlegte  ob ich  sie nicht

doch mitnehmen könnte?   Aber   natürlich   war   das    ausgeschlossen, denn mit ihr

würde ich es niemals schnell genug schaffen. Der Blick aus dem Fenster war nur eine Enttäuschung,  denn  ich sah  wie  immer  grobe Gitterstäbe und konnte nicht einmal

den Fluss fliesen hören.   Ich riss   mich zusammen, nahm meinen Brief und legte ihn

auf Kassies Bett. Er  würde ihr alles erklären, spätestens wenn sie älter war würde sie

mich  ein  kleines  Stück     verstehen.   Die letzte    "Mahnung"   von    ihm    hatte mich austicken lassen.   Dabei      hatte ich    zu    dieser   Zeit den Ausgang längst gefunden.

Ich atmete   tief durch und nahm meine wenigen Sachen. Es klingelte laut.  Die kleine Goldglocke    mit einer silbernen    Eingravierung    hatten   nur   Angestelte  und ich.  Schüttelte   man sie einmal, sodass    ein heller    Ton erklang,  zeigte sie das einer der Gefangenen ausgebrochen war. So  schnell     wie ich   konnte  rannte ich   durch   das

graue Haupthaus das alle     Zellen  miteinander verband. Da ich wusste das zu dieser

Zeit   dort   noch    keine    Angestellten     aktiv waren, machte ich mir nicht die Mühe

besonders leise zu schleichen. Ich suchte das kleine zerbrochene Glasfenster das ich

damals gefunden hatte. Ich hatte     gehört   das   der   eigentliche    Hausmeister    nie

irgendetwas          austauschte.           Durch      einen     kaputten    Gitterstab         waren

die Gefangenen aus Zelle 5 ausgebrochen - ein Skandal.    Mittlerweile   war ich in der

zweiten   Therapie,   doch   hier war   nichts   normal. Der   Leiter   gab  sich selten das

Vergnügen  alles zu besuchen.   In    diesem Moment   schlug   ich  auf dem Weg einen

Stapel Blätter um,   welche   um mich      herum wehten. Ich blieb stehen. Dort an der

Ecke hinten   sah    ich einen großen  , schwarzhaarigen    Mann,     ungefähr  sechzehn

oder siebzehn...  In diesem Moment war es als ob alles um mich herum stehen blieb.

Was machte ich hier?   Starrte ich diesem Fremden hinterher? Ich musste laufen! Als

ich weiter rannte,     folgte er mir. Doch   erst nun bemerkte ich, das ich diesen Abteil

des Sant Clairs noch nie gesehen hatte.      Hier gab es eine große Kuppel aus Glas, auf

welche der Regen hinab plätscherte,    unzählige Gläser und   Flaschen die in Regalen

aufgereit waren   und Blut das von der Decke tropfte. Ich schrie, lauter als ich es von

mir selbst     erwartet hatte.        "Es bringt nichts wegzulaufen, Lea.", meinte eine tiefe

Stimme. Ich schaute mich um:

 

Und an der Tür stand er, mit einem Lächeln auf den Lippen und

einem Messer in der Hand...

 

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Kommentare: 8
  • #1

    rain (Montag, 09 September 2013 19:11)

    Wow, end geil ;D

  • #2

    lucy (Dienstag, 10 September 2013 13:14)

    riiiichtig gut

  • #3

    traum-tueren (Dienstag, 10 September 2013 16:21)

    Toll :)

  • #4

    Finja♥ (Dienstag, 10 September 2013 16:40)

    Richtig guuut, wo ist sie da???
    Spannend!

  • #5

    ❧ dream ❧ (Samstag, 14 September 2013 15:10)

    Ogottogott,
    das Ende...
    Schock :)

  • #6

    Bianca (Freitag, 20 September 2013 14:51)

    Dankeschön für euer Lob :)

  • #7

    Sophia (Sonntag, 29 September 2013 11:17)

    das ist jetzt meine absolute lieblngsgeschichte
    passend zu meinem lieblingssong

  • #8

    Lini (Dienstag, 29 Oktober 2013 19:35)

    Wow, die Geschichte ist echt voll gut, auch wenn ich den Hintergrund noch nicht ganz verstehe. ;)